30.03.2017
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Aktuelles

Wer zieht ins Rathaus ein?

Wer kann die strukturellen Probleme dieser Stadt mit allen Beteiligten in einem offenen und fairen Prozess angehen und dielähmende Arroganz der Altparteien eindämmen?

Artikel von ww.azonline.de:

Billerbeck. Wer ist nächstes Jahr um diese Zeit Bürgermeister oder Bürgermeisterin in Billerbeck? Während andere Stadtoberhäupter sich schon erklärt haben und Parteien anderer Kommunen in Stellenanzeigen Kandidaten suchen, scheint es in Billerbeck ruhig. Irrtum: Hinter den Kulissen werden eifrig Gespräche geführt, die größeren Parteien arbeiten miteinander und jede für sich intensiv am Thema. Dass sich alle auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen könnten, gilt als unwahrscheinlich. Außerdem gibt es bei allen Planungen eine große Unbekannte: Ob Bürgermeisterin Marion Dirks für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht, ist offen. „Ich habe mich noch nicht entschieden“, antwortet sie auf die Anfrage unserer Zeitung.

Von Ulrike Deusch

 

Die CDU ließ in der vergangenen Woche verlauten, dass „die ersten Sondierungsgespräche“ durchgeführt worden seien. Zur Klausurtagung Ende Januar wolle die Findungskommission einen Kandidaten präsentieren. Die Attraktivität des Amtes reiche aus, um gleich mehrere Bewerber finden zu können – heißt es weiter. Diese Formulierung legt nahe, dass die Partei weniger in den eigenen Reihen, als vielmehr unter externen Bewerbern auf der Suche ist. Dass Fraktionschefin Brigitte Mollenhauer Interesse haben könnte, wie manche meinen, ist vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich.

SPD-Vorsitzender Carsten Rampe berichtet, seine Partei habe mit CDU, Grünen und FDP Gespräche geführt und die Chancen auf einen gemeinsamen Bewerber ausgelotet. Alles streng vertraulich. Dabei sei es angesichts der politischen Überzeugungen natürlich leichter gewesen, mit den Grünen inhaltliche Gemeinsamkeiten zu finden, als mit der CDU. Rampe macht aus seiner Überzeugung keinen Hehl, dass er einen Billerbecker einem Ortsfremden vorziehen würde. Das Gerücht, Fraktionschef Thomas Tauber werde seinen Hut in den Ring werfen, kommentiert Rampe nicht. Nach der Winterpause, Anfang Januar, wolle man die Entscheidung bekannt geben.

Ulrich Schlieker, Sprecher der Grünen, kann sich nicht vorstellen, dass sich die im Rat vertretenen Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen könnten. Auch er berichtet von inter-parteilichen Gesprächen. „Von der CDU sind wir inhaltlich in vielen Punkten aber doch sehr weit entfernt“, sagt Schlieker und nennt als Beispiel die Stallbauten und die Massentierhaltung. „Dass wir der SPD näher stehen, ist keine Frage.“ Die Grünen werden keinen eigenen Kandidaten aufstellen. Es deutet also einiges darauf hin, dass sie unter Umständen einen SPD-Bewerber unterstützen würden. Eine Kandidatenausschreibung kann sich Schlieker grundsätzlich auch vorstellen. „Für mich kann es auch jemand von auswärts sein“, sagt er. „Ich halte die Person und ihre Qualifikation für wichtiger als den Herkunfts- oder Wohnort.“

Die FDP, die ebenfalls keinen eigenen Kandidaten präsentieren will, möchte ihre Unterstützung von den Vorschlägen der großen Parteien abhängig machen. „Wir warten ab, was kommt und werden uns dann positionieren oder eben auch nicht“, stellt Vorsitzender Marc Diekel klar. In der politischen Arbeit im Rat fühle man sich derzeit SPD und Grünen näher als der CDU.

Helmut Geuking (Familienpartei) bedauert, dass mit ihm und seiner Partei bislang niemand den Dialog gesucht hat. Geuking war bei der letzten Wahl als Bürgermeisterkandidat angetreten. Ob es eine Wiederholung gibt, habe er noch nicht entschieden: „Unsere Meinungsbildung läuft noch.“

Quelle: www.azonline.de

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