22.08.2017
Besucher Gesamt
Online:
2
Besucher heute:
12
Besucher gesamt:
116.638
Zugriffe heute:
13
Zugriffe gesamt:
275.591
Besucher pro Tag: Ø
51
Zählung seit:
 22.05.2011

Aktuelles

Studie: Geringverdiener arbeiten oft 50 Stunden und mehr

Jeder vierte Beschäftigte mit Niedriglohn arbeitet einer Studie zufolge 50 Stunden in der Woche oder mehr. Erlaubt sind nur 48 Stunden, das DIW warnt vor den Folgen.

Viele Beschäftigte mit Niedriglöhnen arbeiten sehr lange, um ihre Existenz zu sichern. Ein Viertel der Geringverdiener mit Vollzeitjob arbeitet in der Regel wöchentlich 50 Stunden und mehr, ergab eine in der Berliner Zeitung veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).  

Das DIW verweist dabei auch auf das Arbeitszeitgesetz, nach dem die Wochenarbeitszeit nicht dauerhaft länger als 48 Stunden sein darf. "So lange Arbeitszeiten wie bei den Niedriglöhnern gibt es ansonsten nur am oberen Ende der Einkommensskala, also bei Gutverdienern in Vollzeit", zitierte die Zeitung Studienautor Karl Brenke.  

Es sei zudem ein "sozialpolitisches Problem", wenn diese Menschen nur mit sehr langen Arbeitszeiten über die Runden kämen, heißt es in der Studie. Die Beschäftigten riskierten gesundheitliche Beeinträchtigungen. Die Gesellschaft koste dies Geld.  

Im Durchschnitt längere Arbeitszeit  
Als Geringverdiener gelten Arbeitnehmer, die weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns erhalten. 2010 lag die Schwelle bei 9,26 Euro brutto. Laut DIW arbeiten fast 900.000 Geringverdiener hierzulande mindestens 50 Wochenstunden. Sehr lange im Einsatz seien beispielsweise Kraftfahrer, Lagerarbeiter und Beschäftigte im Gastgewerbe.  

Im Durchschnitt arbeiten Geringverdiener mit Vollzeitjob laut DIW-Studie 45 Wochenstunden – und damit zwei Stunden mehr als alle anderen Vollzeitkräfte. Insgesamt erhielten demnach im Jahr 2010 rund 22 Prozent aller Beschäftigten einen Niedriglohn. Mehr als die Hälfte übte eine Tätigkeit aus, für die eine Lehre oder ein Hochschulabschluss nötig ist. Zu diesen Beschäftigten gehörten etwa Verkäufer, Arzthelfer, Bäcker, Berufe im Gastgewerbe, Friseure und Pflegekräfte.

(Quelle: Zeit Online / Link)

Zurück