23.09.2017
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Aktuelles

Studie entlarvt steigenden Fast-Food-Konsum

Kinderernährung in den USA

Die Zahl der Übergewichtigen in den USA steigt und steigt, schon Kinder und Jugendliche sind betroffen. Eine Studie mit Daten aus 30 Jahren verdeutlicht einen der Gründe: Kinder essen häufiger auswärts - und greifen dann zu Fast Food. Dadurch ist die tägliche Kalorienaufnahme deutlich gestiegen.

Hamburg - US-amerikanische Kinder und Jugendliche essen heute deutlich mehr als vor rund 30 Jahren. Und sie nehmen deutlich mehr Nahrung zu sich, die nicht zu Hause zubereitet wurde.

Laut der im "Journal of the American Dietetic Association" veröffentlichen Studie konsumieren Schüler zudem durch Fast Food mehr Kalorien als bei den Mahlzeiten, welche die Schule ausgibt.

Die ältesten Daten stammen aus den Jahren 1977 und 1978, zwischen 1989 und 1991 sowie 1994 und 1996 wurden weitere Studienteilnehmer befragt. Die neuesten Antworten stammen aus dem Zeitraum von 2003 bis 2006, insgesamt flossen die Daten aus vier Untersuchungen mit rund 29.200 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in die Auswertung ein.

Amerikanische Kinder haben demnach im Jahr 2006 im Durchschnitt 179 Kilokalorien am Tag mehr zu sich genommen als in den Jahren 1977/1978, berichtet das Team um Barry Popkin von der University of North Carolina in Chapel Hill.

Statt rund 1840 tägliche Kilokalorien in den siebziger Jahren seien es jetzt etwa 2020 am Tag. Und immer häufiger wurden die Lebensmittel nicht im Elternhaus zubereitet: 1977 nahmen Kinder und Jugendliche mit 77 Prozent noch mehr als drei Viertel der Kalorien durch zu Hause zubereitetes Essen auf. Knapp 30 Jahre ist dieser Anteil auf 66 Prozent gesunken. Bei den Jugendlichen fanden die Forscher mit 63 Prozent den geringsten Wert. Aber auch bei den Kleinkindern im Alter von zwei bis sechs Jahren kam nur ein Anteil von 71 Prozent der Kalorienmenge aus der heimischen Küche. 1977 waren es bei ihnen noch 85 Prozent.

In dem Jahrzehnt bis zum Jahr 2006 sank in den USA der Anteil der Schulspeisung an der Kalorienaufnahme über alle Altersgruppen hinweg von neun auf acht Prozent. Der Wert der Restaurants kommt dem mit mittlerweile fünf Prozent schon nahe. Und da sind Fast-Food-Ketten noch nicht eingerechnet. Der Fast-Food-Anteil stieg von 10 auf 13 Prozent. Mit insgesamt 18 Prozent holen sich Kinder und Jugendliche ihr Essen inzwischen also mehr als doppelt so oft aus Restaurant und Burger-Bude als aus der Schulspeisung.

Dass immer mehr Kinder übergewichtig sind, ist ein gravierendes Problem in den USA. Einige Forscher nehmen an, dass der Anteil Übergewichtiger und Fettleibiger in der erwachsenen Bevölkerung in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird - bis mindestens 42 Prozent der US-Bürger extrem übergewichtig sind . Schon heute sind die USA die Industrienation mit dem größten Prozentsatz übergewichtiger Erwachsener.

(Quelle: Spiegel online)

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