25.04.2017
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Aktuelles

Geburtshilfe muss in den Koalitionsvertrag!

Forderung für „sichere Geburt“: Geburtenstation Wolgast wiedereröffnen, kommunale Geburtshäuser schaffen, Wartegeld für Hebammen / Europaabgeordneter Arne Gericke unterstützt Initiative von mother-hood e.V. / "Bloßes Rumgeeiere der AfD"
 
SCHWERIN. „Wir fordern das Recht auf selbstbestimmte Geburt, den Erhalt aller bestehenden klinischen Geburtsstationen - inklusive einer Wiederaufnahme der Versorgung in Wolgast - und die Schaffung kommunal getragener Geburtshäuser, gerade in ländlichen Regionen und Insellage“ - so steht es im Wahlprogramm der Familien-Partei Mecklenburg-Vorpommern und in einem Schreiben, mit dem sich der Europaabgeordnete der Partei, Arne Gericke, heute an die Spitzen der möglichen Regierungsparteien in MV - CDU,SPD und Linke - gewandt hat. Darin fordert er die Aufnahme dieser Ziele in einen möglichen Koalitionsvertrag sowie die Erarbeitung eines „Masterplan Geburtshilfe“. Gericke unterstützt damit auch Forderungen der  Elterninitiative Mother Hood e.V.
 
Gerade das Wahlergebnis in Wolgast, so der Europaabgeordnete, „zeigt doch deutlich, dass die Menschen in der Region sich mit dem Thema alleingelassen und abgehängt fühlen. Ich war bereits bei einer der ersten Demonstrationen zum Erhalt der Geburtsstation persönlich in Wolgast, habe mir die Sorgen der Betroffenen angehört, sie mehrfach in Schreiben an die zuständige Sozialministerin Birgit Hesse weitergegeben - und immer wieder ein Abfuhr oder gar keine Antwort erhalten“, so Gericke. So erstaune ihn auch nicht der hohe Prozentsatz der AfD in der Region: „Die Menschen hier haben Protest gewählt - nicht Inhalt.“ Anders sei es kaum zu erklären, dass mit der AfD ausgerechnet eine Partei gewonnen hat, die nie wirklich klar und kämpferisch an der Seite der Wolgaster stand, wenn es um den Erhalt der Geburtenstation ging: „Nehmen Sie die Position der AfD-Kreisräte vor Ort - ihre Statements waren ein einziges Rumgeeiere, keine Lösung.“
 
Von den künftigen Regierungsparteien erwarten Gericke und die Familien-Partei nun „deutliche Signale und Taten. Wer an den Interessen der Bürger vorbeiregiert, verliert. Und wer daraus nicht lernt, wird weiter verlieren“. Seinem Schreiben hat er deshalb die entsprechenden Passagen des eigenen Wahlprogramms beigefügt: „Wir haben unmittelbar nach der Wahl versprochen, weiter außerparlamentarische Lobby der Familien im Land zu sein. Genau das tun wir.“ Entsprechend fordert Gericke „einen Masterplan Geburtshilfe“ fürs Land: „Keine werdende Mutter soll weiter als 35 Kilometer fahren müssen, um das nächste Geburtshilfe-Angebot zu erreichen. Wir fordern: Das Recht auf selbstbestimmte Geburt, die freie Wahl des Geburtsortes und einer sicheren Geburt gehören in die Landesverfassung.“ Und neben dem Erhalt aller klinischen Geburtsstationen „treten wir ein für die Schaffung kommunal getragener, durch Landes- und EU-Mittel geförderte „Geburtshäuser“. Wir fordern die Anstellung „kommunaler Beratungshebammen“ sowie die Schaffung eines landesweiten „Wartegeldes“ für freie Hebammen nach Schweizer Modell“.
 
Unmissverständlich stellen Gericke und seine Familien-Partei sich damit an die Seite der Elterninitiative mother-hood e.V. sowie weiterer Hebammen- und Elternverbände, die ähnliche Forderungen an die künftig Regierenden herangetragen haben.

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