25.04.2017
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Aktuelles

Ausgezeichnet: Vier sächsische Hebammen stiften in Jerusalem Frieden und Versöhnung

Besonderes Baumpflanzprojekt in Israel: „European Heroes of Life Award“ geht an Tamar Küchler, Kirsten Zeil, Aline Queck und Andrea Käppler / Lob vom israelischen Botschafter
 
BRÜSSEL/CHEMNITZ. 2730 Gramm schwer, 46 Zentimeter groß: Die kleine Wilma – das 500. Kind das im Geburtshaus „Glühwürmchen“ im sächsischen Annaberg-Buchholz das Licht der Welt erblickte. Und wie für alle anderen Geborenen, werden ihre Hebammen  Tamar Küchler, Kirsten Zeil, Aline Queck und Andrea Käppler auch für das kleine Mädchen wieder eigenhändig einen Olivenbaum auf einem Hain nahe Jerusalem pflanzen. „Bäume der Hoffnung – für unsere Babys, für Frieden und Versöhnung, fürs menschliche Miteinander“, sagt Hebamme Tamar. Im Europäischen Parlament in Brüssel haben sie und ihre Kolleginnen für das besondere Engagement nun den vom Europaabgeordneten Arne Gericke (Familien-Partei) und der christdemokratischen ECPM-Partei gestifteten „European Heroes of Life Award“ bekommen – und ein ausdrückliches Lob des israelischen Botschafters gleich dazu.
 
Den Preis selbst hat die ECPM auf Initiative Gerickes geschaffen, um anlässlich des neuen „Europäischen Tages für sichere Geburt und Mutterschaft“ die ins Rampenlicht zu rücken, „die als Hebammen Tag für Tag, Nacht für Nacht alles geben, um neues Leben zu schenken“. Eine internationale Jury, so Gericke, habe seinen Vorschlag, Tamar Küchler und ihre Kolleginnen mit dem ersten Preis zu ehren, „begeistert und einstimmig aufgenommen: Egal, welche Geschichte, welchen Artikel oder facebook-post man von oder über Tamar Küchler liest – aus ihrem Tun sprechen Lebensfreude, Tatkraft und gelebte Werte“.
 
Besonders beeindruckt habe dabei ihr Baumprojekt: „500 Kinder, 500 Olivenbäumchen – das ist ein wahrer Wald des Friedens und der Hoffnung, den Hebamme Tamar und ihre Kolleginnen da in nur sechs Jahren möglich gemacht haben. Es ist ein Zeichen der Versöhnung“, so Gerickes Laudatio. „Jedes Kind wird einmal erfahren: Mein Bäumchen steht in Jerusalem. Und auch die Eltern sind begeistert von der Idee, viele wollen helfen, mit nach Israel fliegen, selbst einen Baum in die Erde des Olivenhains setzen.“
 
Begeistert vom Engagement der Hebammen war neben Gericke und der ECPM-Jury auch der israelische Botschafter bei der EU, Aharon Leshno-Yaar sowie Minister-Counsellor Michal Weiler-Tal. Gemeinsam empfingen sie die Hebammen, um sich persönlich von ihren Erfahrungen rund um das Baumprojekt in Jerusalem berichten zu lassen. „Ich bin zutiefst bewegt und beeindruckt“ - sagt Weiler-Tal und spricht damit den Hebammen aus der Seele: „Für mich ist das alles hier wie ein Traum“, erzählt Tamar Küchler: „Wir tun das, was wir tun aus tiefster christlicher Überzeugung – dass jemand das auf europäischer Ebene sieht und anerkennt, berührt mich. Ich bin dankbar – und bestärkt darin, das Projekt fortzuführen: Für eine friedliche Zukunft. Für unsere Kinder.“

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