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Aktuelles

„Spagat zwischen Ministerium und Muttersein ist sehr hart“

 

http://www.focus.de/politik/deutschland/wegen-tochter-lotte-kristina-schroeder-mag-keine-ministerin-mehr-sein_aid_966771.html

Wegen Tochter Lotte

Kristina Schröder mag keine Ministerin mehr sein

Sonntag, 21.04.2013, 08:24

 

dpa Abgang? Kristina Schröder (r.) mag nach der Wahl offenbar nicht mehr Familienministerin in einem neuen Kabinett Angela Merkel seim

Sie ist die erste Ministerin, die im Amt Mutter wurde – jetzt gibt Kristina Schröder den Spagat zwischen Familie und Familienministerium offenbar auf. Sie will dem Kabinett nach der Wahl nicht mehr angehören. Grund dafür: ihre Tochter Lotte.

Sollte Kanzlerin Merkel nach der Bundestagswahl im Amt bleiben, muss sie sich offenbar eine neue Familienministerin suchen. Die derzeitige Amtsinhaberin Kristina Schröder steht nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ nicht mehr zur Verfügung. Sie werde „nach der Bundestagswahl keine Ministerin mehr sein“, zitiert das Blatt ein Mitglied der Parteiführung ihres hessischen Landesverbandes. „Ihre Familiensituation steht dem entgegen.“

Konkret will Schröder offenbar mehr Zeit mit Tochter Lotte verbringen. Die knapp Zweijährige kam am 30. Juni 2011 zur Welt. Seitdem bewegt sich Schröder in einem Spannungsfeld aus Kita, Gute-Nacht-Geschichten und der Politik. „Wenn ich mein Kind länger nicht sehe, bin ich todunglücklich“, soll sie Parteifreunden immer wieder gesagt haben. Die 35-Jährige hatte zuletzt schon auf die Spitzenkandidatur in Hessen verzichtet.

„Spagat zwischen Ministerium und Muttersein ist sehr hart“

Genervt reagierte offenbar die Kanzlerin auf Schröders Stress. „Ich würde jetzt übertreiben, wenn ich sagen würde, dass es nicht manchmal ein kurzes Innehalten gibt und man überlegt, ob man nicht vielleicht den Vater in die Pflicht nehmen könnte“, sagte Merkel beim Familiengipfel Mitte März. „Das ist bei ihr nun nicht so einfach, weil auch der politisch aktiv ist.“ Ole Schröder ist Innenstaatssekretär. Kristina Schröder soll von dieser Aussage sichtlich getroffen gewesen sein.

Deren Sprecher mochte die „BamS“-Informationen bislang nicht bestätigen. Das Blatt zitiert aber einen „politischen Freund“ mit den Worten: „Der Spagat zwischen Ministerium und Muttersein ist sehr hart. Mit einem weiteren Kind würde es noch komplizierter. Kristina Schröder ist Muttersein viel wichtiger als ihr Ministeramt.“

Eine Entscheidung mit besonderer Brisanz, immerhin hatte Schröder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem ihrer Schwerpunktthemen auserkoren. Die Wähler jedenfalls würden sie wohl kaum vermissen – nach einer Umfrage für die Zeitung wollen sie lediglich 36 Prozent nach der Wahl als Ministerin behalten, 53 Prozent nicht.

 

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